„Es gibt schlimmere Jobs, als in einem Krisenland deutsche Gewehre zu verkaufen.“

Mal eine etwas ältere Meldung.

Wir schön, dass hier deutsche Arbeitsplätze gesichert werden.

http://www.sueddeutsche.de/politik/heckler-koch-waffenlieferungen-nach-mexiko-viel-glueck-in-acapulco-1.3955162

Zwischen 2006 und 2009 verkaufte Heckler & Koch demnach für gut vier Millionen Euro insgesamt 4700 G36-Gewehre sowie Zubehör zum Verbleib in den mexikanischen Staaten Jalisco, Chiapas, Guerrero und Chihuahua – obwohl die Menschenrechtslage (wegen Polizeigewalt verrufen) dort aus Sicht der Bundesregierung als kritisch galt, und folglich auch ohne Genehmigung deutscher Rüstungskontrolleure.

Diese Geschäfte erinnern nicht nur daran, dass deutsche Rüstungsgüter in so gut wie jedem bewaffneten Konflikt der Welt auftauchen. Sie erzählen auch von einem typisch deutschen Dilemma: Einerseits möchte sich Deutschland vorbildlich verhalten, andererseits möchte Deutschland unheimlich gern mit seinen Exportgütern Geld verdienen. Wenn sich beides widerspricht, muss zuweilen geschummelt werden.

Schon hier offenbart sich das deutsche Dilemma zwischen Moral und Export. Statt Waffengeschäfte mit Mexiko generell zu verbieten, tut die Bundesregierung dies nur für bestimmte Teile des Landes. Als könnten Waffen nicht frei zirkulieren. Deutschland will nicht in Krisengebiete exportieren, aber die nähere Umgebung der Krisengebiete gilt als unproblematisch.

Schon wichtig, dass Deutschland fleissig exportiert. Maschinengewehre nach Mexiko, Panzer nach Saudi-Arabien und in die Türkei, und der neue ägyptische Diktator wird ja sowieso von Deutschland hofiert und kriegt nicht nur Waffen sondern auch Geld, auf dass er die Bevölkerung effizient unterdrücke, denn irgendwer muss ja die Drecksarbeit machen damit nicht noch mehr Flüchtlinge kommen.