Ab wann wird die Luftfahrt grün?

Immer mehr Menschen fliegen. Doch dies ist derzeit zugleich der schnellste Weg, die Erde aufzuheizen. Ein längerer Flug erzeugt schon mehr Klimagase als ein Mensch pro Jahr überhaupt verursachen sollte. Was ist zu tun?

„Wir müssen uns fragen: Wie kann ich meine Transportbilanz verbessern? Zum Discobesuch auf die Insel am Wochenende ist da sicherlich absurd“, sagte Lehmann der DW.

Magdalena Heuwieser von Stay Grounded, einem globalen Netzwerk zur Reduktion vom Flugverkehr, stimmt Lehmann grundsätzlich zu. Sie beschreibt das Dilemma in dem auch umweltbewusste Menschen stecken. „Das Fliegen ist ein sehr schwieriges und unangenehmes Thema. Für viele ist Fliegen inzwischen normal. Zudem ist es ein Statussymbol“, sagt die Klimaaktivistin. „Nun geht es aber darum: Wie kriegen wir die Klimakrise in den Griff? Müssten wir eigentlich unsere Produktions- und Lebensweise verändern und auch unsere Art der Mobilität überdenken?“

Infografik CO2 pro Person pro 1000 km DE

Die wahren Kosten der Fliegerei

Fliegen ist zu billig, rechnet Renate Schubert vor. Würden Treibstoffsteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer bezahlt, wären Tickets teurer und Falschanreize verringert.

Übers Wochenende mal schnell nach London? Zum Weihnachtsshopping rasch nach New York? Wer kennt sie nicht, die Versuchung des billigen Fliegens? Tatsache ist, dass das Fliegen dem Klima enorm schadet. Dennoch ist Fliegen heutzutage in den meisten Ländern so billig, dass mehr denn je geflogen wird. Warum ist das so?

Betrachten wir das Beispiel Schweiz. Hierzulande sind Auslandsflüge von der Kerosinbesteuerung ausgenommen; im Automobilbereich hingegen gibt es eine Steuer auf das Benzin. Zudem ist der Flugverkehr von einer CO2-Abgabe befreit und kennt auch keine Emissions-Höchstgrenzen. Schliesslich müssen Flugpassagiere, anders als andere Konsumentinnen, auch keine Mehrwertsteuer für ihre Tickets zahlen.

Dies alles trägt dazu bei, dass Flugpreise – verglichen mit anderen Verkehrsmittel – sehr tief sind. So kann man beispielsweise für 31.20 Franken von Basel nach Berlin fliegen, während ein reguläres Zugbillet in der zweiten Klasse ohne Ermässigung 178 Franken kostet.

Würden Zuschläge aufs Fliegen den Zug ökonomisch konkurrenzfähig machen? Ökologisch wäre er das allemal, denn während der Flug Basel-Berlin einen CO2-Ausstoss von ungefähr 180 Kg CO2 bedeutet, würden bei der Zugfahrt nur ca. 20 Kg CO2 emittiert.

Mehr Lesen? Siehe ETH Nachhaltigkeitsblog!

Wie wichtig das Geld in ökologischen Fragen ist…

…zeigte die Nachwahlbefragung zur Fairfood-Initiative, die eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln fordert. Im September wurde sie klar abgelehnt. Das wichtigste Argument der Gegner war die Furcht vor steigenden Preise. Und dies unabhängig davon, ob sie selbst über ein hohes oder niedriges Einkommen verfügen.

(…) So gerechnet bliebe sogar noch etwas Geld übrig. Zum Beispiel für eine CO₂-Abgabe auf das nächste Flugticket. Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie hat eine solche Abgabe in ihrer allerletzten Sitzung vor der Ratsdebatte zwar verworfen. Aus Rücksicht auf die Airlines. Aber gerade die hoch subventionierte Branche müsste dringend dazu verpflichtet werden, endlich die ökologischen Kosten ihres Geschäfts einzupreisen. -> Die Zeit.

28 Stunden Verspätung? Ja, aber im Flugzeug, nicht im Zug!

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-koeln-kuba-flug-startet-mit-28-stunden-verspaetung_aid-17132589
Das mal für alle, die immer klagen, die Bahn sei soviel unzuverlässiger als der Flieger. Sicher, die Bahn ist unzuverlässiger als eine moderne Bahn das sein sollte – aber fliegen ist nochmal eine Nummer schlimmer.

Jazz Night Express

http://jazznightexpress.de/

nachtzug & jazz-club & restaurant

berlin – Amsterdam – Rotterdam

28. bis zum 30. Juni 2019

Ein Zug, drei Jazzbühnen, ein Restaurant, ein Bistro und mehrere Bars. Der Jazz Night Express ist schlafen, essen, trinken und genießen von Musik auf einer unvergesslichen Reise. Wir kombinieren die Romantik des Nachtzuges mit swingendem Jazz: Jesse van Ruller, Ntjam Rosie, Dorona Alberti (vom Gare du Nord), DJ Maestro und mehr. All dies wurde von einer kleinen Organisation von drei Freiwilligen und verschiedenen Bekannten, Nachbarn und Partnern organisiert!

Greenwashing

Das ist Greenwashing: der Flughafen Stuttgart spart jetzt soviel Strom – und vermeidet soviel CO2 – indem man die Landebahnbeleuchtung durch LEDs ersetzt hat.

Klar! Ganz vergessen, die Flugzeuge produzieren ja nur ca. 150 000x soviel CO2 wie die ganze Landebahnbeleuchtung.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.flughafen-stuttgart-leuchtdioden-weisen-piloten-den-weg.fe51534b-acb6-412a-bbbd-2002c22c14ef.html?reduced=true

Was wäre wenn auf deutschen Autobahnen ein generelles Tempolimit von 120 km/h gälte?

Es würden jedes Jahr ca. 150 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen sterben!

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/personal/was-waere-wenn-auf-deutschen-autobahnen-ein-generelles-tempolimit-von-120-km-h-gaelte?utm_source=zeit&utm_medium=parkett

Deutschland ist die einzige westliche Industrienation ohne ein generelles Tempolimit.

Für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung sprach sich im Jahr 2017 in einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) eine knappe Mehrheit von 52 Prozent aus.

„Wenn Sie sich die Todesfälle pro gefahrenem Kilometer anschauen, liegt die Autobahn doch wieder vorn (d.h. hat die höchste Zahl an Unfalltoten pro Kilometer).“