Hervorgehoben

EUROPEAN CITIZENS‘ INITIATIVES

Please scroll down to download flyers!

Sign the EU petition to end jet fuel subsidies:
https://eci.ec.europa.eu/008/public/#/initiative
Then sign also for CO2-fee now:
https://citizensclimateinitiative.eu/
And sign the Fridays-For-Future-ECI:
https://eci.fridaysforfuture.org/en/

Download, print (ideally in duplex mode) and spread the flyers to support the two initiatives!

Spread on college campuses and in schools – on public bulletin boards – put in your neighbor’s mailbox – place in shops and on the subway – distribute at climate strikes – talk to friends and family – tape to doors – put under windshield wipers of cars – share online #climateinitiative #fridays4future!

Mensa flyern – In Briefkästen werfen – In Läden, U-Bahn und bei Parties auslegen – Auf Demos und Klimastreiks verteilen – Freunde und Familie ansprechen – Mit Tesa an Haus-/Laden-/Schul-/Uni-Türen kleben – Unter Scheibenwischer klemmen – Online teilen #climateinitiative #fridays4future!

Please scroll down for current news on climate-friendly travel.

Werbeverbot für Airlines? Wer fliegt, sollte sich schämen!

Danke, lieber Boulevard, jetzt ist es auch bei euch angekommen:

https://www.mopo.de/hamburg/werbeverbot-fuer-airlines–wer-fliegt–sollte-sich-schaemen–32439574

Es geht an’s Eingemachte. Der Klimawandel wirft nicht nur seine Schatten voraus, er verdunkelt bereits zunehmend unser Leben. Extremsommer 2018, Ernteeinbußen in Milliardenhöhe, leerlaufende Flüsse ohne Schifffahrt sind noch in „guter“ Erinnerung. Mit trauriger Regelmäßigkeit ist in den Nachrichten aus aller Welt nachzulesen, dass Gletscher schneller schmelzen, Wirbelstürme weiter zunehmen und die Meere stärker versauern.

Das Fliegen trägt von allen Verkehrsmitteln – gemessen an seiner Transportleistung – am stärksten zu genau diesem Klimawandel bei. Auf jedem Flug werden Unmengen von Kerosin verbrannt, auch weil es nicht besteuert wird und damit so schön billig ist. Verbrannt dort, wo das entstehende CO2 am schädlichsten ist und sich Stickoxide zu Ozon mit Treibhauswirkung umwandeln. Hoch oben in der Stratosphäre mit verheerender Wirkung. Aber was soll’s, für 19,90 Euro nach Lissabon – warum nicht.

Den Preis fürs Fliegen zahlt das Klima

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/flugverkehr

Nur rund fünf Prozent aller Menschen haben je ein Flugzeug bestiegen. Doch diese Minderheit verursacht enorme Emissionen: Ein einziger Urlaubsflug kann das Klima stärker aufheizen als ein Jahr lang Auto fahren und das Haus mit Erdöl heizen zusammen. Der Flugverkehr ist zudem einer der am schnellsten wachsenden Verursacher von Treibhausgasen und wird in der Schweiz mittelfristig zum klimaschädlichsten Sektor überhaupt.

Klimaverträglichere Alternativen

Klimaverträglich ist nur der Verzicht aufs Fliegen. Gerade für Kurzstreckenflüge – über 80 Prozent der Schweizer Passagiere steuern Ziele in Europa an – gibt es eine klimaverträglichere und oftmals schnellere Alternative, nämlich Zug oder Bus. Noch besser ist es, eine Reise zu vermeiden. Mit den heutigen Möglichkeiten für Telefon- und Videokonferenzen sind Flüge zu Geschäftspartnern oft gar nicht mehr nötig.

a free ride

http://afreeride.org/about/

Most people don’t realise how environmentally damaging air travel is! On the left, you see what people identify as environmentally helpful actions – on the right is the actual effect of those actions!

From https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/media.afreeride.org/documents/Aviation_briefing_Jan2019+FINAL.pdf

The polling identified a striking, widespread lack of awareness about the level of damage air travel inflicts on the climate. When asked to select one or two actions from a list that would have the biggest impact on reducing an individual’s carbon footprint, only 15% correctly identified taking one fewer transatlantic flight, whereas 37% correctly identified ‘going car free’ as effective. Tellingly, the most frequent flyers – those taking seven or more flights each year – ranked ‘upgrade to energy efficient light bulbs’ above reducing air travel.

Tax justice

At a time when vital services and the things that make a good society are being cut, there’s industrial tax avoidance on an epic scale going on in the skies above us.

  • Air travel has been getting a free ride on tax for 70 years.
  • There is no tax on jet fuel – the only fossil fuel that is banned from being taxed by international treaty.
  • Plane tickets are zero-rated for VAT, alongside wheelchairs and baby clothes.
  • The annual value of this tax subsidy to air travel is now estimated to be around £11.4bn.1
  • To put that in context, that’s roughly enough to reverse the cuts to legal aid, disability benefits and buses, scrap tuition fees, employ 5,000 more nurses and build ten new hospitals every year.2
  • The more often someone flies, the more benefit they get from these tax breaks.

Frequent flyer levy – could be an idea!

Klimafreundliches Verhalten wird immer salonfähiger, doch aufs Fliegen verzichten die wenigsten. Ein Experte sagt, wieso es beim Fliegen besonders schwerfällt, konsequent zu sein.

https://m.20min.ch/schweiz/news/story/-beim-fliegen-ist-der-verzicht-am-groessten–14184895

Herr Grosse Ruse*, wieso fliegt jemand, der eigentlich sehr umweltbewusst lebt, regelmässig in die Ferien?
Umwelt- und Klimaschutz haben viele Facetten und meist sehen wir nur einen Teil davon. Nehmen wir an, ich habe mein Auto verkauft und fahre nur noch mit dem Velo zur Arbeit. Für weitere Strecken nehme ich den ÖV. Ich sage mir also, dass ich mich sehr klimabewusst verhalte. Dass ich zweimal pro Jahr in die Ferien fliege, blende ich aus. Das hat nichts mit bösem Willen zu tun und ist uns oft nicht mal bewusst. Wir neigen dazu, unser Selbstbild so zu gestalten, dass es positiv aussieht.

Wieso können aber auch Personen, die sich an vorderster Front für den Klimaschutz einsetzen, die Fliegerei nicht lassen?
Leute, die sich auch politisch aktiv für den Klimaschutz einsetzen, wissen erst recht, dass das Fliegen nicht einfach ein beliebiger Teil des Klimaproblems ist, sondern ein sehr zentraler. Aber auch Wissen schützt nicht vor Verdrängung für ein positives Selbstbild. Vor allem lässt sich die Fliegerei nicht so leicht ersetzen wie etwa ein Auto. Hier kann ich auf ein Elektroauto umsteigen, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Wenn ich im Winter jedoch nur eine Woche Ferien habe und unbedingt an die Wärme will, geht das kaum anders als mit dem Flugzeug

Das heisst, beim Fliegen ist der Verzicht am grössten?
Ja, das empfinde ich so. Deshalb ist die Flugdiskussion auch die emotionalste im ganzen Klimadiskurs. Hat man das Bedürfnis, entfernte Kulturen kennenzulernen oder bestimmte Orte am anderen Ende der Welt zu besuchen, ist die Flugreise meist die einzige Option. Solche Bedürfnisse lassen sich ohne die Fliegerei nur mit grossem Aufwand befriedigen.

Mein Kommentar dazu?

Flugverzicht ist einfach – zumindest wenn der Chef diskussionsbereit ist was die Verkehrsmittelwahl auf Geschäftsreisen angeht. Urlaub auf Bali? Kann man ja einmal im Leben schon machen, aber da muss man ja nicht jeden Winter für eine Woche hin. Sommerurlaub im Sommer – in Italien, wo man bequem mit dem Nachtzug hinkommt!

Meine Meinung: Beim Fliegen ist der Verzicht am kleinsten. Wenn man auf dem Land draußen lebt, kommt man wirklich nicht ohne Auto aus. Aber ohne Flieger kommt man fast immer was (wenn nicht grade die amerikanische Oma auf dem Sterbebett nach den Enkel ruft).

Das unheimliche Wachstum des Luftverkehrs

https://www.infosperber.ch/Umwelt/Produktivitat-und-Okodumping-fordern-den-Luftverkehr

Der Flugverkehr wächst seit Jahren viel stärker als der Strassen- und Schienenverkehr. Grund: Mehr Produktivität und Öko-Dumping.

Die Zahl der Flugpassagiere, die von und zu Schweizer Flughäfen düsen, stieg im Jahr 2018 auf 57,6 Millionen. Gegenüber dem Jahr 2010 betrug der Zuwachs stolze 48 Prozent.

Der Flugverkehr wird vom Staat massiv subventioniert. Denn er zahlt weder seine direkten Infrastrukturkosten noch die Kosten für Lärm, Umweltschäden und Klimawandel, die er verursacht. Insbesondere die Umwandlung von Flugtreibstoff über den Wolken zu CO2 fördert den Treibhauseffekt und heizt das Klima auf. So verbrannten die in der Schweiz startenden Flugzeuge 2018 rund 1,8 Millionen Tonnen Flugtreibstoff und erzeugten damit über 5 Millionen Tonnen CO2.

Gegenüber dem Jahr 2010 entspricht das – trotz etwas effizienteren Triebwerken – einer Zunahme um 25 Prozent an verbranntem Treibstoff und CO2-Emissionen.

„Fliegen muss teurer werden“

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/vermischtes/article189470855/Fliegen-muss-teurer-werden.html

„Da muss man differenzieren: Ich trete mit meinem Engagement für einen strukturellen Wandel ein. Ich bin in einem Land aufgewachsen, wo mit Kohle geheizt wird, das schlecht isolierte Häuser hat, wo das Verkehrsaufkommen gigantisch ist und Massentierhaltung subventioniert wird. Das verschafft uns allen schon eine CO2-Basis, die nicht tragbar ist. Wir leben in einem Land, in dem es eine Frage des Geldes ist, das Klima zu schützen. Man muss es sich leisten können, Bioprodukte zu kaufen, Bahnfahren ist oft teurer als Fliegen. Das ist paradox. Was gerade passiert, und das finde ich sehr beunruhigend, ist eine Privatisierung von Klimaschutz. Ich ermutige alle Menschen zu überlegen, wie sie umweltfreundlicher leben können. Aber das ist nur ein kleiner Teil.“

Aber bedeuten so strukturelle Veränderungen nicht am Ende – etwa mit einer deutlich höheren Kerosinsteuer –, dass man anderen Menschen indirekt verbietet, Flugreisen zu machen?

Es muss das Bequemste und Günstigste für uns sein, so wenig Emissionen wie möglich auszustoßen. Natürlich kommen damit Einschränkungen, zum Beispiel, dass wir uns darauf einstellen werden müssen, dass wir alle deutlich weniger Fleisch essen – und auch deutlich weniger fliegen. Das ist kein Verbot, sondern es ist ein „Nichttun“.

Scientists for Future

https://www.scientists4future.org/fakten/

21.

Ein verstärkter Direktkonsum von pflanzlicher Nahrung reduziert den Bedarf an knapper Ackerfläche, erzeugt weniger Treibhausgase und hat zudem erhebliche gesundheitliche Vorteile.

22.

Die direkten staatlichen Subventionen für fossile Brennstoffe betragen jährlich mehrere 100 Milliarden US-Dollar. Berücksichtigt man zusätzlich noch die nicht durch Steuern ausgeglichenen Sozial- und Umweltkosten (vor allem Gesundheitskosten durch Luftverschmutzung), wird die Nutzung fossiler Brennstoffe nach Schätzungen von Experten des Internationalen Währungsfonds (IMF) weltweit mit rund 5 Billionen US-Dollar pro Jahr unterstützt; das sind 6,5 % des Welt-Bruttoinlandsproduktes von 2014.

23.

Um dem Verursacherprinzip Rechnung zu tragen, müssten die Klimaschäden den Kosten der Verbrennung fossiler Brennstoffe zugerechnet werden. Eine Methode, mit der die Emissionen besonders effizient gesenkt werden können, sind z. B. CO2-Preise. Solange eine Versorgung durch kostengünstige erneuerbare Energieformen noch nicht ausreichend erreicht ist, müssen die dadurch entstehenden Belastungen sozialverträglich gestaltet werden. Dies ist beispielsweise durch Transferzahlungen oder Steuererleichterungen für besonders betroffene Haushalte oder eine pauschale Auszahlung an die Bürgerinnen und Bürger möglich.

Wer mit dem Flugzeug reist, schadet der Umwelt. Urlauber, Geschäftsleute und Politiker wissen das – aber keiner will etwas ändern.

https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wirtschaft/was-fliegen-mit-unserem-klima-macht-e723397/?loggedin=true&reduced=true

Fliegen war noch nie so günstig. Mal kurz übers Wochenende nach Paris, London oder Rom jetten, kein Problem. Das geht schon für weniger als hundert Euro, hin und zurück. Eine Fahrt mit der Deutschen Bahn von München nach Berlin kostet in der Regel mehr. Das Geschäft mit dem Abheben boomt, Grenzen scheint es keine zu geben. Die Luftfahrtindustrie erwartet in den nächsten 15 Jahren gar eine Verdoppelung des globalen Flugverkehrs.

Doch wie lässt sich die Lust am Fliegen mit dem Klimaschutz vereinbaren? Kein anderes Verkehrsmittel verursacht auf 100 Kilometern so viel Treibhausgase. Doch wer schnell zum nächsten Geschäftstermin oder in den Urlaub will, der verdrängt solche Gedanken lieber…