Die subventionierte Umweltsau

Eigentlich müssten Gesellschaft und Umweltverbände Sturm laufen gegen die Röhren aus Aluminium und Verbundwerkstoffen. Bei jedem Start verbrennt ein Flugzeug tonnenweise Kerosin. Lärmgeschädigten Anwohnern bleibt nur der Wegzug aus entwerteten Immobilien. Am Boden wird immer mehr Fläche verbraucht, um in zweifelhaften Projekten wie dem Berliner BER neue Infrastruktur fürs Fliegen zu schaffen.

Diese Freiheit wird erhalten durch unversteuerten Kraftstoff. Es ist der größte energetische Skandal der Gegenwart.

Die Zuwachsraten im Luftverkehr sind immens. Fünf Prozent mehr Fluggäste pro Jahr ist das Mindeste, was die Branche erwartet. Wie beim Auto gilt, dass immer mehr Menschen weltweit den Anspruch haben, einen sogenannten westlichen Lebensstil zu führen. Dessen integraler Bestandteil scheint das Grundrecht auf Fernreisen zu sein: der Urlaub auf Kuba, der weihnachtliche Shopping-Trip nach New York oder die Kulturreise nach Rom.

Pro Kilometer werden dabei laut Umweltbundesamt (UBA) knapp 200 Gramm Treibhausgase in die Atmosphäre abgegeben.

Die Behörde widerspricht damit niedrigeren Werten der Luftfahrtlobbyisten, weil die Abgase in großen Höhen einen zusätzlich negativen Effekt haben. Hier wirken Stickoxide und daraus entstehendes Ozon, Wasserdampf und Rußpartikel besonders stark.

78 Prozent der Deutschen finden es falsch, dass Kerosin steuerfrei ist.

…welche immensen Energiemengen allein bei der Lufthansa Group benötigt werden, nämlich die von fast vier Millionen der Einfamilienhäusern. Und das ist nur der Bedarf einer von Dutzenden Airlines.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2014-06/luftfahrt-subventionen-flugzeug/komplettansicht

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