Das Wunder der schwedischen CO2-Steuer

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/klimaschutz-das-wunder-der-schwedischen-co2-steuer/24161896.html

Die Schweden haben keine Angst vor Klimaschutz. Vor einem Jahr brachte die Regierung ein Gesetz auf den Weg, mit dem sichergestellt werden soll, dass das Land sein Klimaziel erreicht: CO2-Neutralität bis 2045. Das ist ganze fünf Jahre früher als das, was die Europäische Union anpeilt. Wie ambitioniert die EU wirklich sein soll, darüber streiten sich die Mitgliedsstaaten sogar noch. Schweden dagegen scheint geschafft zu haben, wovon jeder Industriestaat träumt: Wirtschaftswachstum und CO2-Emissionen weitgehend zu entkoppeln. Seit Beginn der 1990er Jahre sanken die nationalen Gesamtemissionen, obwohl die Wirtschaft wuchs. „Schweden zeigt, wie Klimaschutz und Wirtschaft verbunden werden können“, schwärmt auch Umweltministerin Isabella Lövin (Grüne).

Was macht das Land anders als seine europäischen Nachbarn? „Seit 1991 hat Schweden eine CO2-Steuer, und zwar eine, die funktioniert“, sagt Kaisa Amaral von der Brüsseler Organisation Carbon Market Watch. Amaral hat die CO2-Bepreisungssysteme in Europa und der Welt im Blick. Schweden, sagt sie, habe mit Abstand die höchste Abgabe auf Kohlendioxid. Bei umgerechnet 115 Euro liegen derzeit die Kosten dafür, in dem Land eine Tonne CO2 in die Luft pusten zu dürfen.

Warum steht der Flugverkehr in der Kritik?

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/luftverkehr/index.html

Fliegen ist die energieintensivste Art, sich fortzubewegen. Bei einer Bus- oder Bahnreise wird, verglichen mit einer Flugreise, im Durchschnitt nur ein Drittel der Energie benötigt. Mit dem Flugzeug wird ausgerechnet das umweltschädlichste Verkehrsmittel hoch subventioniert. Im Gegensatz zur Bahn ist der gewerbliche Flugverkehr befreit von der Mineralölsteuer, der Ökosteuer und bei internationalen Tickets von der Mehrwertsteuer.

Might rationing the amount people fly be the only fair way to restrict use of air travel?

Chief Leader writer at the Observer, Sonia Sodha writes about how she almost cares about climate change, but not enough to give up flying or eating meat etc.  A common attitude. She writes, on the measures needed:  “It’s naive to think that we can achieve these sorts of lifestyle shifts by imploring people to do more. I already know we’re fast approaching a catastrophic climate tipping point and yet I’m just not very good at forgoing a steak, particularly when I know plenty of others won’t be either.”   Green taxes, (or sin taxes) tend to “hit the least affluent hardest. It’s people on low incomes who are most sensitive to marginal increases in the cost of their food and flights.” … “I need someone to force me to take my carbon footprint more seriously.” …”Rationing to tackle the climate crisis could be given a modern-day makeover. People could be allocated polluting credits to cover activities such as meat eating and flying that they can sell and buy in an online marketplace. If you’re short of cash, or not that bothered about eating meat or flying abroad, you can …sell your credits to someone who is, which makes this far more equitable than green taxes.” …”It’s surely an idea whose time has come.

http://www.airportwatch.org.uk/2019/06/might-rationing-the-amount-people-fly-be-the-only-fair-way-to-restrict-use-of-air-travel/

Ein veganer Staat, in dem Tiere alle Rechte haben, ist eine Utopie. Doch angesichts der Folgen industrieller Landwirtschaft könnte die Politik sofort konkret handeln.

Seit das Bundesverwaltungsgericht vor gut zwei Wochen ein Urteil gefällt hat, das es erlaubt, weiterhin männliche Küken in Deutschland zu töten, gibt es eine neue Debatte über den Schutz und die Rechte von Tieren. Man müsste das Verhältnis von Tier und Mensch ganz neu denken, sagt Björn Hayer. Hayer ist Germanist, sein Forschungsschwerpunkt ist Tierethik.

Geschredderte Küken, kraftlos verendende Ferkel, bei Bewusstsein ausblutende Rinder – Bilder, die sich in den vergangenen Jahren ins Gedächtnis gebrannt haben. Massentierhaltung eben. Das, was die Bauernhofmotive auf den Schnitzelverpackungen der Discounter nicht zeigen. Dabei sollten eigentlich alle sogenannten Nutztiere – laut dem 2002 ins Grundgesetz aufgenommenen Staatsziel Tierschutz – schmerzfrei leben können, selbst wenn sie dann von Menschen getötet werden. Doch die Realität ist meist eine andere. Heimliche Aufnahmen von Reportern und Aktivisten zeigen das immer wieder.

Um das niedrige Preislevel für Fleisch, Milch und Eier dauerhaft zu halten, bedarf es höchster Effizienz, eines industriell getakteten Ablaufes, der es kaum erlaubt, die Nöte eines Tieres zu berücksichtigen. Dem damit verbundenen Leid der Tiere begegnet die Politik fast ausschließlich mit Appellen an die aufgeklärten Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich an der Supermarktkasse dann aber leider doch für das Sparmodell entscheiden.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-06/tierrechte-tierhaltung-massenproduktion-fleischkonsum-wertvorstellungen/komplettansicht

It turns out planes are even worse for the climate than we thought

The contrails left by aeroplanes last only hours. But they are now so widespread that their warming effect is greater than that of all the carbon dioxide emitted by aeroplanes that has accumulated in the atmosphere since the first flight of the Wright brothers.

Worse still, this non-CO2 warming effect is set to triple by 2050, according to a study by Ulrike Burkhardt and Lisa Bock at the Institute of Atmospheric Physics in Germany.

Altogether, flying is responsible for around 5 per cent of global warming, the team says, so this figure will soar even higher – and no meaningful actions are being taken to prevent this.

https://www.newscientist.com/article/2207886-it-turns-out-planes-are-even-worse-for-the-climate-than-we-thought/#.XRW7qQC31i0.twitter

Es dürfe nicht sein, „dass auf bestimmten Strecken Fliegen weniger kostet als Bahnfahren“.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat vorgeschlagen, die Luftverkehrabgabe zu erhöhen, um beim Klimaschutz voranzukommen. „Ich bin der Meinung, dass auch der Flugverkehr die Kosten der Klimagasemissionen tragen und sich dies in den Flugpreisen abbilden muss“, sagte Schulze der Rheinischen Post vor der Sitzung des sogenannten Klimakabinetts der Bundesregierung. „Deshalb brauchen wir auch im Flugverkehr einen fairen CO2-Preis.“

Laut Schulze wäre ein europaweites Vorgehen der beste Weg, allerdings könne Deutschland nicht bis zu einer Einigung auf EU-Ebene warten. „Ich bin deshalb dafür, dass wir die deutsche Luftverkehrabgabe in einem ersten Schritt erhöhen. Frankreich geht ja in die gleiche Richtung“, sagte die Umweltministerin in Hinblick auf die dort vor Kurzem angekündigte CO2-Steuer auf Flugtickets. Laut Schulze kann es nicht sein, „dass auf bestimmten Strecken Fliegen weniger kostet als Bahnfahren“.

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-07/klimaschutz-umweltministerin-svenja-schulze-luftverkehrabgabe-erhoehung

Inzwischen gibt es viele Menschen in Deutschland, die fordern, dass dieses ganze System geändert wird.

Gleichzeitig bemängeln Experten wie die Wirtschaftsweisen, dass es zu viele kleine Maßnahmen zum Klimaschutz gibt, die kaum noch ein Bürger durchschauen kann und die dem Klimaschutz manchmal eher im Wege stehen. Wir haben ein Wirrwarr aus Ökosteuern, Umlagen, Abgaben, Förderprogrammen, die momentan ihr Ziel verfehlen.

Hier nur eine kleine Auswahl:

  • die sogenannten Wirtschaftsweisen (die wichtigsten Wirtschaftsberater der Bundesregierung)
  • Fridays for Future
  • Joachim Wenning, der Vorstandschef von Münchener Rück, des größten Rückversicherers der Welt
  • die SPD, die Grünen, die Linkspartei, die FDP, sehr große Teile der CDU
  • einer Reform würden auch 62 Prozent der Bürger zustimmen (sogar 42 Prozent der AfD-Wähler wären dabei)

https://krautreporter.de/2899-12-fragen-und-antworten-zu-den-zwei-wichtigsten-ideen-der-regierung-um-das-klima-zu-schutzen?shared=78b0fa90-61f7-4708-ba87-27bce130e808&utm_campaign=share-url-9-article-2899&utm_source=twitter.com